Ich bin die „Neue“ und freue mich, dass mein Probedienst mich nun in das Herz der Stadt Essen führt. Gespannt bin ich auf die Zusammenarbeit im Team mit ehren- und hauptamtlich Mitarbeitenden, viele Begegnungen und die neuen Aufgaben, die vor mir liegen. Wichtig ist mir, für die Menschen da zu sein und sie in ihrer jeweils eigenen Situation zu begleiten. Schon im Vikariat (in Kettwig) habe ich gemerkt, dass meine bisherigen Lebens- und Berufserfahrungen eine große Hilfe für meine neue Berufung sind.
Auf meinem Lebensweg hat sich ein Konfirmationsspruch, den mir meine Mutter ausgewählt hatte, immer wieder bewahrheitet: Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg, aber der Herr allein lenkt seinen Schritt. (Sprüche 16,9)
Mit meinen 51 Jahren ist mein Lebensweg schon etwas länger und ich konnte bereits fleißig Erfahrungen sammeln. Auf meinem „Lernweg“ bei meiner Ausbildung zur Bürokauffrau, dem Fachabitur Wirtschaft, meinem Betriebswirtschaftsstudium, meinem Fernstudium zur Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und nun schließlich dem Masterstudiengang Theological Studies. Aber ich habe nicht nur gelernt, sondern mein Wissen auch stets eingebracht auf meinem „Arbeitsweltweg“: bei diversen kleinen Verwaltungsjobs während der Studienzeiten, als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit in der Konzernzentrale der Unternehmensgruppe Tengelmann und als Assistentin für Diakoniemanagement und Kommunikation im Diakoniewerk der Nachbarstadt Gelsenkirchen.
Durch all die Zeit hat mich u. a. meine ehrenamtliche Tätigkeit im CVJM Mülheim an der Ruhr e. V. begleitet und geprägt. Über all die Jahre (es sind nun schon mehr als 35 Jahre) habe ich mit und für verschiedene Altersgruppen gearbeitet und war bis zu meinem Vikariat auch Vorsitzende. Über Ausschüsse und Aktionen bin überregional mit CVJMs in Ruhrgebiet, in Deutschland und der Welt im Kontakt.
Mein Ehrenamt als Prädikantin war ein erster Schritt in Richtung Pfarrberuf (obwohl ich mir damals nie gedacht hätte, dass ich einmal das Glück haben werde, diesen Beruf hauptamtlich auszuüben).
Dankbar bin ich für meinen Ehemann Carsten, der den Großteil meines Lebensweges ebenso mit mir gegangen ist, wie meine Familie.
